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Die Forschungsstation

Die Forschungsstation Haidlhof beinhaltet 3 riesige Volieren für Rabenvögel (Kolkraben, Krähen, Dohlen) und eine 52 Meter lange Voliere für neuseeländische Bergpapageien (Keas). Diese Volieren sind durch Verbindungsgänge untereinander, sowie mit einem Multi- funktionslabor für Verhaltens- und Vokalisationsversuche verbunden. Ein Bioakustiklabor (mit Filmröntgen, Ultraschallanalyse, Endoskopie, Elektroglottographie u.a.), inkl. einem Haltungsraum für die kurzfristige Unterbringung von Tieren, ergänzen das Forschungsangebot.

 

 

Forschung

In der Forschungsstation sind jeweils 16 Keas und Kolkraben untergebracht, beide Kolonien wurden von zwei verschiedenen Konrad-Lorenz-Instituten umgesiedelt. Damit bietet sich für die Forscher auch erstmals die Möglichkeit, das Verhalten der Arten zu vergleichen und eventuell auch Rückschlüsse zu ziehen.

Die Arbeitsgruppen von drei Professoren bildet ein eindrucksvolles Forschungsteam: Ludwig Huber, seit 2011 Professor an der Messerli Stiftung der Veterinärmedizinischen Universität Wien, verbindet seit 20 Jahren Zugänge aus vergleichender Kognitionsforschung, evolutionärer Erkenntnistheorie, Lernspsychologie und Ethologie. Seine experimentellen Arbeiten beinhalten Untersuchungen zur Kognition von verschiedenen Tierarten wie Schildkröten, Schützenfischen, Tauben, Keas, Hunden, Pandas, Krallen- und Kapuzineraffen.

Tecumseh Fitch, Leiter des Departments für Kognitionsbiologie an der Universität Wien, erhielt 2010 eine hochdotierte ERC Forschungsförderung. Seine Schwerpunkte in den Bereichen Biolinguistik und Bio-Musikologie zielen darauf ab, jene Mechanismen zu bestimmen, die bei der menschlichen Vokalisation, Musik und Sprache mit anderen Tierarten (z.B. Hirsche oder Hunde) geteilt werden.

Thomas Bugnyar, Professor am Department für Kognitionsbiologie und Leiter des Doktorandenkollegs "Cognition and Communication", ist Experte im Bereich der sozialen Kognitionsforschung und war einer der ersten Forscher, der kognitive Fähigkeiten sowohl im Feld als auch im Labor untersuchte. Derzeit untersucht der START-Preisträger die Fähigkeit von Raben etwa im Verständnis und Gebrauch von sozialen Beziehungen und Kooperation.

 

Offizielle Eröffnung

Der Bezirk Baden wird in der Kognitionsbiologie in Hinkunft eine nicht unbedeutende Rolle spielen, denn beim Gut Haidlhof in der Nähe von Merkenstein wurde am 10. November 2010 die neue Forschungsstation Haidlhof eröffnet. Die Forscher des Departments für Kognitionsbiologie an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien, sowie des Messerli Instituts der Veterinärmedizinischen Universität Wien, werden hier mit Keas und Kolkraben arbeiten, um wichtige Erkenntnisse über die Bereiche Kognition und Kommunikation dieser beiden besonderen Vogelarten zu Erlangen.

 

v.l.n.r. Tecumseh Fitch, Bürgermeister Christoph Prinz, Ludwig Huber, Rektorin Sonja Hammerschmid, Vizerektor Heinz Engl und Thomas Bugnyar - beim feierlichen Durchtrennen des Eröffnungsbandes.

Führungen

Angemeldete Führungen für Privatpersonen werden jeden ersten Freitag im Monat angeboten. Beginn der Führung: 14.00 Uhr. Ab 15 Personen kann bei Möglichkeit auch einen gesonderten Führungstermin vereinbart werden.

Anmeldung unter haidlhof@univie.ac.at oder unter 01-427776101.

Forschungsstation Haidlhof
Haidlhof 204
2540 Großau/Bad Vöslau

 

Sponsoring

Um Tiere artgerecht und nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen halten zu können, müssen folgende Punkte gewährleistet sein:

  • hochqualitatives Futter
  • ausreichendes Raumangebot, Möglichkeit zum Rückzug (Nistboxen, Verstecke)
  • beste tierärztliche Betreuung
  • Beschäftigung (Spielzeug) um die Tiere bei guter Laune zu halten
  • Tierpfleger und Wissenschafter die laufende Projekte mit den Tieren betreuen

Helfen Sie den Tieren und unseren Projekten, indem Sie eine Tier-Patenschaft übernehmen. Durch regelmäßige Informationen wird ein Pate "sein" Tier  als sozial komplexes Tier und als Persönlichkeit kennen lernen sowie mehr über das Leben der Tiere erfahren. Im Gegensatz zu einer Führung können Se in entsprechender Begleitung auch in der Voliere Kontakt mit "ihrem" Paten-Tier aufnehmen.

 

Sie können eine Tierpatenschaft übernehmen als:

  • VIP Pate: wenn Sie 5000 Euro oder mehr pro jahr bezahlen
  • Kea- oder Raben Pate: wenn Sie 300 Euro im Jahr zahlen

 

VIP Paten haben den Vorteil, dass sie jederzeit ihr Paten-Tier besuchen können und zu besonderen Anlässen (z.B. Internat. Symposien) eingeladen werden. Eine Voranmeldung garantiert die Anwesenheit einer kompetenten Auskunftsperson. Für die Dauer der Patenschaft werden Ihr Name oder der Ihrer Firma und Ihr Logo auf unserer Homepage angezeigt, sofern Sie das wünschen.

Kea- oder Raben-Paten werden zu bestimmten Terminen von uns eingeladen, um mehr über "ihr" Tier in Form von interessanten Vorträgen zu erfahren.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zur Tier-Patenschaft.

Department of Cognitive Biology
University Vienna

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1090 Vienna

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